Musik, Kunst, Begegnung und politische Impulse: Der 6. Waisenbrückentag verwandelte den Märkischen Platz erneut in einen lebendigen Treffpunkt für die Nachbarschaft. Hunderte Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung der Allianz Neue Waisenbrücke und ihrer Partner, um gemeinsam zu feiern und zugleich ein deutliches Signal an die Politik zu senden: Berlin braucht eine neue Waisenbrücke als historische Fuß- und Radwegverbindung über die Spree.
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Unter dem Motto „Umsonst & draußen – Kreativ für den Kiez!“ war ein vielseitiges Programm entstanden, getragen von der Musikschule Fanny Hensel, dem Stadtmuseum Berlin, dem Kinder- und Jugendzentrum „Die Oase“ sowie erstmals dem Theaterhaus Berlin. Passend zur Fête de la Musique am 21. Juni verband die Veranstaltung kulturelle Vielfalt mit der Vision eines lebendigen Museums- und Kreativquartiers rund um das Märkische Museum und den Köllnischen Park.
Ideen für ein Quartier mit Zukunft
Clownin Ruthie Scarpino vom Theaterhaus Berlin
Pünktlich zum Beginn des Nachmittags zeigte sich die Sonne, und zahlreiche Familien strömten auf den Märkischen Platz. Neben der von DJ Lotte Ahoi aufgelegten Latin-Musik lockte vor allem das abwechslungsreiche Mitmachprogramm für Kinder und Familien. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt der Clownin Ruthie Scarpino vom Theaterhaus Berlin, die das Publikum mit Charme und Spielfreude begeisterte.
Doch der Waisenbrückentag war weit mehr als ein Fest. Im Wünschebüro hatten Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, ihre Ideen, Wünsche und Visionen für die Entwicklung des Quartiers einzubringen. Ob Kinder, Erwachsene oder Senioren: Viele beteiligten sich an der Diskussion über die Zukunft des Marinehauses, des Märkischen Museums und eines kreativen, lebenswerten Stadtquartiers.
Festgehalten wurden die Beiträge in einer großformatigen Live-Zeichnung der Comic-Künstlerin Burcu Türker und ihres Teams.
Eine großformatige Live-Zeichnung der Comic-Künstlerin Burcu Türker und ihres Teams
Das entstandene Riesenposter wird künftig als Wandbild die Baucontainer auf dem Märkischen Platz schmücken und die vielfältigen Ideen der Nachbarschaft sichtbar machen.
Politik im direkten Gespräch
Die Begrüßung aller Gäste übernahm die Allianz Neue Waisenbrücke gemeinsam mit Sophie Plagemann, der künstlerischen Direktorin des Stadtmuseums. Auch die Politik war auf dem Waisenbrückentag präsent. Drei Direktkandidaten des Wahlkreises nahmen die Einladung an und suchten das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Nadine Rietz (SPD), Lucas Schaal (CDU) und Katja Zimmermann (Bündnis 90/Die Grünen) stellten ihre bisherigen Initiativen für das Quartier vor und erläuterten ihre Perspektiven für dessen weitere Entwicklung.
Dabei wurde deutlich, wie groß die Unterstützung für das zentrale Anliegen der Allianz Neue Waisenbrücke ist. Viele Gespräche kreisten um die Frage, warum die neue Waisenbrücke nicht zu einem wichtigen Projekt der kommenden Legislaturperiode werden sollte. Die Brücke würde nicht nur die historische Verbindung zwischen Luisenstadt und Klosterviertel wiederherstellen, sondern auch die Attraktivität des entstehenden Museums- und Kreativquartiers nachhaltig stärken.
Die Funny Trumpets der Musikschule Fanny Hensel eröffnen das Programm
Für die Ohren – Brücken bauen mit Talk und Musik
Am Abend übernahm die Musik die Hauptrolle. Traditionell eröffneten die „Funny Trumpets“ der Musikschule Fanny Hensel das Bühnenprogramm. Es folgten weitere Ensembles der Musikschule, die Wallstreicher sowie der Seniorenchor mit Unterstützung junger Sängerinnen und Sänger vom Jugendchor.
Salsa auf der großen Freiluft-Tanzfläche
Für Begeisterung sorgte auch die K-Pop-Tanzgruppe „HeartCore“ aus dem Kinder- und Jugendzentrum »Die Oase«, bevor die Salsa-Big-Band »La Melodica« den Märkischen Platz in eine große Freiluft-Tanzfläche verwandelte. Bis in die späten Abendstunden wurde getanzt, gelacht und gefeiert.
Während der ganzen Zeit konnten die jüngsten Gäste kreativ werden, historische Kinderspiele ausprobieren oder sich mit den beliebten Eisspezialitäten von BeeSweet stärken.
Gemeinsam für den Kiez
Der 6. Waisenbrückentag hat erneut gezeigt, wie viel Engagement, Kreativität und Zusammenhalt im Quartier stecken. Das Fest brachte Menschen zusammen, stärkte die lokale Gemeinschaft und machte deutlich, dass die Forderung nach einer neuen Waisenbrücke von vielen getragen wird.
Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden, Künstlerinnen und Künstlern, Musikerinnen und Musikern, den beteiligten Einrichtungen sowie den zahlreichen Anwohnerinnen und Anwohnern, die mitgefeiert haben. Gemeinsam haben sie ein sichtbares Zeichen für die Zukunft des Kiezes gesetzt.